


(LK) = Landkreis
(S) = Stadt
(G) = Gemeinde
(M) = Markt
(Vgm) = Verw.-gemeinsch.
(Ot) = Orts-/Stadtteil

Das Wappen von Weckbach (Erstnennung des Orts 1266) bezieht sich auf den im Dorfmuseum Weckbach aufbewahrten Wappenstein (in der Westwand der St. Wolfgangs-Kirche eine Kopie).
Der Sparren steht für Anna Schelris von Wasserlos, die Gans für Hans von Erlebach sen., die Lilienspindel für Margarete Mertz von Krüftel und die drei Ringe stehen für Katharina von Schwalbach.
Ursprünglich war der Wappenstein im abgegangenen Wasserschloss eingemauert; er wurde 1933 in die Westwand der Weckbacher Kirche eingelassen.
Urkundlich belegte Schlossherren in Weckbach sind nach den Aulbach-Brüdern, die Rüdt von Collenberg, Conz von Leimbach, Hans von Erlebach und seine Söhne. Weil Dieter von Erlebach 1507 ohne männliche Nachkommen verstarb und seine Tochter Margarete erst 1508 Johann von Hattstein heiratete, fiel Weckbach an Kurmainz zurück, welches den Ort fast 50 Jahr von den Amtmännern in Amorbach mitverwalten ließ. 1555 erhielt Eberhard Rüdt von Collenberg Ort, Burg und Leute. Den Rüdt folgen die von Ehrenberg und der letzte Schlossherr ist Johann Philipp von Gemmingen. Seine Neffen und seine Nichte verkaufen 1651 das „adelich Rittergut“ an Mainz. Im Güterverzeichnis wird erwähnt, dass vom Schloss nur noch steinerne Zargen stehen. Das Schloss selbst dürfte um 1646 zum Ende des Dreißigjährigen Krieges zerstört worden sein.
Quelle: Dieser Erläuterungstext wurde mir von einem Besucher meiner Homepage zur Verfügung gestellt.