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Orte nach Behördenaufbau
Gemeinde Finningen

Gespalten; vorne unter schwarzem Schildhaupt, darin nebeneinander drei sechsstrahlige goldene Sterne, in Gold ein steigendes blaues Einhorn; hinten in Rot über einem gesenkten silbernen Balken, belegt mit dem gotischen Großbuchstaben A, ein runder goldener Zinnenturm.

Die Gemeinde Finningen besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Finningen mit Oberfinningen und Unterfinngen sowie Mörslingen. Der vordere Teil des Wappens entspricht dem in diesem Zusammenhang untergegangenen Wappen von Finningen aus dem Jahr 1975. Das Einhorn ist dem Wappen der Herren von Finningen entnommen, die von 1268 bis 1360 als Ortsadelgeschlecht nachweisbar sind. Das Augsburger Kloster St. Ulrich und Afra war bereits 1132 in Oberfinningen, damals Vinningen genannt, begütert und erwarb später den Großteil der Güter in Oberfinningen und Unterfinningen. Unter Abt Johann Hohensteiner wurde 1443 der Grunderwerb im Gemeindegebiet abgeschlossen. Aus diesem Besitzkomplex bildete sich eine Hofmark mit eigenem Niedergericht, die bis zur Säkularisation 1802 bestand. Daran erinnern die drei Sterne aus dem persönlichen Wappen des Abtes. Die hintere Schildhälfte steht für Mörslingen. Die Herrschaft Mörslingen gehörte im 14. Jahrhundert den Herren von Altheim, deren Adelssitz Goldburg genannt wurde und nordöstlich des Ortes auf dem Goldberg lag. Ihr Wappen zeigte einen mit einem gotischen Großbuchstaben A belegten Balken. Dieses Wappenbild sowie die goldene Burg erinnern an dieses für Mörslingen bedeutende Adelsgeschlecht.

Wappenführung seit 1986 durch Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben mit Schreiben vom 1.4.1986.

Quelle: Die Beschreibung (Blasonierung) und Erläuterung des Wappens wurde der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte (www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/wappenkunde) entnommen.