Bayern

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Orte nach Behördenaufbau
Markt Saal a.d.Saale

Geteilt von Rot und Gold; oben ein gespaltener silberner Lilienstängel mit zwei Blüten, überdeckt von einem gestürzten goldenen Deichselkreuz, das in Mauerankern endet; unten ein schwarzes Tischkreuz.

Die Gemeinde Saal a. d. Saale besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Saal a. d. Saale und Waltershausen. Das Wappen geht auf die Geschichte beider Orte ein. Die Lilie ist ein Symbol für die Heilige Maria. Der Lilienstängel steht hier für die Wallfahrtskirche „Maria Trösterin der Betrübten“ auf dem Findelberg. Das Deichselkreuz ist dem Wappen der Grafen von Wildberg entnommen, die im 12. Jahrhundert als Grafen im Grabfeld belegt und 1304 ausgestorben sind. Sie waren für das Gemeindegebiet von großer Bedeutung. Das Tischkreuz ist dem Wappen der Marschalke von Ostheim entnommen, die von 1456 bis 1782 in Waltershausen belegt sind. Die Farben Schwarz und Gold sowie Silber und Rot weisen auf die einstigen Territorialherren im Gemeindegebiet hin. Die Farben Schwarz und Gold kommen aus dem Wappen der Grafen von Henneberg, deren Besitz und Herrschaftsrechte in Saal a. d. Saale nach ihrem Aussterben 1583 an das Hochstift Würzburg übergingen. Daran erinnern die Farben Silber und Rot auf dem Wappen.

Wappenführung seit 1990 durch Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Unterfrankenn mit Schreiben vom 21.5.1990.

Quelle: Die Beschreibung (Blasonierung) und Erläuterung des Wappens wurde der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte (www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/wappenkunde) entnommen.