Rheinland-Pfalz

Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld

In schräglinks geteiltem Schild mit zweiundzwanzigfach schwarz-silbern gestücktem Bord vorn in Rot ein goldener, doppelschwänziger, blaubewehrter und -bezungter, hersehender Löwe, hinten in Gold drei rote, schräglinks balkenweise angeordnete, rechtsgewendete Wolfsangeln.

Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld entstand zum 1. Januar 2020 aus der Fusion der Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld.
Das Wappen verbindet die bisherigen Wappen der Verbandsgemeinde Altenkirchen und der Verbandsgemeinde Flammersfeld und greift die gemeinsamen gemeinen Figuren auf. Der goldene, doppelschwänzige, hersehender Löwe in Rot geht auf das Wappen der Grafen von Sayn zurück. Die meisten Ortsgemeinden im Gebiet der Verbandsgemeinde gehörten der Grafschaft Sayn und nach der Landesteilung im 17. Jahrhundert Sayn-Altenkirchen oder Sayn-Hachenburg an. Der saynische Löwe im Wappen der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld symbolisiert die territoriale Verbundenheit und stellt einen regionalen Bezug zum Westerwald her. Das Wappen nimmt im unteren Teil mit den drei Wolfsangeln das Wappen der Familie von Flammersfeld auf, die zum Niederadel im Westerwald zählte und verschiedene Ämter in der Grafschaft Sayn innehatte. Das Bord in den Farben Schwarz und Silber deutet auf die Zugehörigkeit zu Preußen als Teil der preußischen Rheinprovinz seit dem Wiener Kongress bis zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz hin.


Die beiden Vorgängerverbandsgemeinden führten folgende Wappen:


Ehemalige Verbandsgemeinde Altenkirchen:
Das Wappen zeigt in rot einen goldenen (gelben) Leoparden mit schwarz-weiß gestücktem Bord.

Der Leopard, das Wappen des Grafen von Sayn wird bereits seit dem Jahr 1907 als Wappen der Kreisstadt Altenkirchen geführt. Durch ein zugefügten schwarz-weiß Bord und das Weglassen der Mauerkrone ist das Wappen des führen Amtes Altenkirchen gegenüber dem Wappen der Kreisstadt Altenkirchen geändert worden.
Der schwarz-weiß getünchte Bord betont die Zugehörigkeit zu Preußen.

Den ersten Genehmigungsbescheid bekam die Verbandsgemeinde Altenkirchen (damals noch das Amt Altenkirchen) am 6. August 1935. Im Jahre 1971 wurde die alte Verbandsgemeinde Altenkirchen aufgelöst und es wurde eine neue Verbandsgemeinde Altenkirchen gegründet. Aus diesem Anlass musste das Wappen neu genehmigt werden.


Ehemalige Verbandsgemeinde Flammersfeld:
Im geteilten Schilde oben in Rot ein wachsender goldener (gelber) blaubewehrter, herschauender Löwe, unten in Gold (Gelb) drei rote Wolfsangeln.

Schreiben des Staatsarchivs Koblenz an den Amtsbürgermeister von Flammrsfeld vom 20.11.1947:
„Der Name Flammersfeld ist nicht von Flamme abzuleiten, sondern soll auf Vlamen deuten. Ganz abgesehen aber ist der eingereichte Entwurf zu unruhig. Wie sollten dann die Streifen unter den Flammen, die mit den drei Wolfsangeln belegt sind, gefärbt sein? Sollte das Wappen für die Gemeinde und das Amt gelten?
Ein Wappen soll möglichst schlicht, einfach und einprägsam, in möglichst wenig Felder geteilt und ohne unechtes heraldisches Beiwerk gestaltet werden. Das ergibt dann auch das wirksamste Siegelbild.
Flammersfeld gehörte Jahrhunderte hindurch zur Grafschaft Sayn. Außerdem gab es einstmals ein adeliges Geschlecht von Flammersfeld. Ich habe aus dieser beider Wappen ein neues gebildet, eins für die Gemeinde: im geteilten Schilde oben in Rot ein wachsender goldener (gelber) blaubewehrter, herschauender Löwe, unten in Gold (Gelb) drei rote Wolfsangeln. Das andere Wappen ist mit einem schwarzen Schildbord versehen und soll als Amtswappen verwandt werden, da der Amtssitz sich auch in Flammersfeld befindet. Auch im Siegelstempel wird das Wappen gut wirken. So hoffe ich, daß auch Sie damit einverstanden sind.
Rot wird durch senkrechte, blau durch waagerechte Striche und Gold oder Gelb durch Punkte wiedergegeben.
gez. Dr. Hirschfeld“

Mit Schreiben vom 19.3.1948 an die Bezirksregierung Koblenz hat der Minister des Innern des Landes Rheinland Pfalz wie folgt zugestimmt:
„Ich bin damit einverstanden, dass das der Gemeinde Flammersfeld verliehene Gemeindewappen auch von dem Amt Flammersfeld geführt werden darf, wobei zur Unterscheidung der Wappenschild von einem schwarzen Bord eingerahmt sein soll.
Abschrift dieses Schreibens für den Amtsbürgermeister Flammersfeld ist beigefügt.
gez. Steffen“


Neben den unten mit Link aufgeführten Mitgliedsgemeinden gehören zur Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld noch folgende Mitgliedsgemeinden, die jedoch kein eigenes Wappen haben: Bachenberg, Birnbach, Busenhausen, Eichelhardt, Forstmehren, Giershausen, Helmenzen, Heupelzen, Idelberg, Ölsen, Racksen, Reiferscheid, Stürzelbach und Walterschen.


Zur Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld gehören folgende Mitgliedskommunen.
Almersbach, Gemeinde
Altenkirchen (Westerwald), Stadt
Berod, Gemeinde
Berzhausen, Gemeinde
Bürdenbach, Gemeinde
Burglahr, Gemeinde
Eichen, Gemeinde
Ersfeld, Gemeinde
Eulenberg, Gemeinde
Fiersbach, Gemeinde
Flammersfeld, Gemeinde
Fluterschen, Gemeinde
Gieleroth, Gemeinde
Giershausen, Gemeinde
Güllesheim, Gemeinde
Hasselbach, Gemeinde
Helmeroth, Gemeinde
Hemmelzen, Gemeinde
Hilgenroth, Gemeinde
Hirz-Maulsbach, Gemeinde
Horhausen (Westerwald), Gemeinde
Ingelbach, Gemeinde
Isert, Gemeinde
Kescheid, Gemeinde
Kettenhausen, Gemeinde
Kircheib, Gemeinde
Kraam, Gemeinde
Krunkel, Gemeinde
Mammelzen, Gemeinde
Mehren (Westerwald), Gemeinde
Michelbach, Gemeinde
Neitersen, Gemeinde mit
        - Obernau, Ortsteil
Niedersteinebach, Gemeinde
Obererbach, Gemeinde
Oberirsen, Gemeinde
Oberlahr, Gemeinde
Obersteinebach, Gemeinde
Oberwambach, Gemeinde
Orfgen, Gemeinde
Peterslahr, Gemeinde
Pleckhausen, Gemeinde
Reiferscheid, Gemeinde
Rettersen, Gemeinde
Rott, Gemeinde
Schöneberg, Gemeinde
Schürdt, Gemeinde
Seelbach (Westerwald), Gemeinde
Seifen, Gemeinde
Sörth, Gemeinde
Volkerzen, Gemeinde
Walterschen, Gemeinde
Werkhausen, Gemeinde
Weyerbusch, Gemeinde
Willroth, Gemeinde
Wölmersen, Gemeinde
Ziegenhain, Gemeinde

Eine Übersicht aller Mitgliedskommunen finden Sie auf dieser Wappenübersicht.