Niedersachsen

Samtgemeinde Hagen

Schild geteilt, oben gespalten, vorne in Rot ein aufgerichteter, mit Bart nach rechts gewendeter silberner Schlüssel, hinten in Silber zwei geschrägte grüne Eichenblätter, überhöht von einem achtzackigen roten Stern. Unten in Blau ein silber-tingiertes Hünengrab.

Die Samtgemeinde mit dem Mittelpunktort Hagen liegt inmitten einer herrlichen Wald-, Moor-, Heide- und Marschenlandschaft zwischen Bremen und Bremerhaven. Der Raum um Hagen gilt als uraltes Siedlungsgebiet, bereits um 1200 erfolgte die erste geschlossene Besiedlung. Zahlreiche Bodenfunde aus der frühmittelalterlichen Epoche zeugen von der zentralen Funktion, die Hagen bereits zu früheren Zeiten einnahm.
Die Burg, das "Feste Haus Hagen", wurde vermutlich um 1200 zum Schutz gegen die freien Stedinger Bauern gebaut. Später diente sie nicht nur den Bischöfen zur Festigung ihrer weltlichen und kirchlichen Macht, sondern auch als Sommerresidenz. Der äußere Zustand der Burg ist derselbe, wie er etwa in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts vorzufinden war. Nach der Renovierung 1988 ist die Burg heute ein funktionelles Gebäude mit einer ganz besonderen mittelalterlichen Atmosphäre - ein idealer Rahmen für Ausstellungen, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen, die vom Heimatverein organisiert werden.
Die"Staleke" (Stal = Gericht, Eke = Eiche) auf dem Gelände der Mittelpunktschule kann als Nachfolger der ehemaligen gleichnamigen Gerichtseiche gelten, unter der die Herren von Stotel, die Grundherren von Hagen, über die Bürger des einstigen Amtes von Hagen Gericht hielten.
Das "Amtshaus", vermutlich 1698 erbaut, die spätere Oberförsterei, danach als Grundschule genutzt, gehört heute mit zur Verwaltung der Samtgemeinde.
Zu den historischen Gebäuden von Hagen zählt das ehemalige Königliche Amtsgericht. Es wurde 1846 erbaut. lm Zuge der allgemeinen Justizreform in Niedersachsen wurde das Amtsgericht (hier waren auch Gefängniszellen untergebracht) am 01. April 1974 aufgehoben. lm Februar 1977 erwarb die Samtgemeinde Hagen das Gebäude. Es ist heutiges Rathaus, der Verwaltungssitz der Samtgemeinde Hagen.
Die Gründung der Samtgemeinde Hagen erfolgte aufgrund eines freiwilligen Zusammenschlusses von seinerzeit 16 Gemeinden. Mit Wirkung vom 01. Januar 1971 schlossen sich diese zu 8 Mitgliedsgemeinden zusammen. Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurden aus den 8 Mitgliedsgemeinden 6 Mitgliedsgemeinden mit 19 Ortschaften gebildet: Bramstedt mit den Ortschaften Bramstedt, Harrendorf, Lohe und Wittstedt, Driftsethe (eigenständig), Hagen mit den Ortschaften Hagen, Kassebruch und Dorfhagen, Sandstedt mit den Ortschaften Offenwarden, Rechtenfleth, Sandstedt, Wersabe und Wurthfleth, Uthlede (eigenständig) und Wulsbüttel mit den Ortschaften Albstedt, Heine, Hoope, Lehnstedt und Wulsbüttel.
Das Gebiet der Samtgemeinde Hagen umfaßt ca. 200 Quadratkilometer Fläche mit 10.265 Einwohnern. (Stand 31.12.1998)


Zur Samtgemeinde Hagen gehören folgende Mitgliedskommunen.
Bramstedt, Gemeinde
Driftsethe, Gemeinde
Hagen, Gemeinde
Sandstedt, Gemeinde
Uthlede, Gemeinde
Wulsbüttel, Gemeinde

Eine Übersicht aller Mitgliedskommunen finden Sie auf dieser Wappenübersicht.