Thueringen

Gemeinde Langenwolschendorf

In grün unter einem goldenen Spitzzinnenschildhaupt, darin ein schreitender rot bewehrter schwarzer Wolf, eine bewurzelte goldene Linde.

Das Schildhaupt gibt den Gemeindenamen wieder. Er lautete 1335 Wolferamsdorf, 1399 Wolframstorf, 1415 Wolfersdorf, 1533 Wolfsdorf, 1500 und 1511 Wolfframstorff, 1594 und 1647 Langenwolffersdorff. Nach anderen Quellen wurde das Unterdorf Wolfersdorf, das Oberdorf aber Wolschendorf genannt. Beide wuchsen allmählich zum heutigen Ort „Langenwolschendorf“ zusammen. Insgesamt scheint so das in der Kommunalheraldik nicht sehr häufige Bild eines Wolfs durch die Geschichte des Gemeindenamens gerechtfertigt.

Die Spitzzinnenreihe soll wiedergeben, daß Langenwolschendorf im Grunde noch heute ein echtes Straßendorf ist.

Die Linde ist ein jahrhundertealtes und weit bekanntes Wahrzeichen von Langenwolschendorf. Sie soll 1650 neben dem Dorfbrunnen im oberen Ortsteil gepflanzt worden sein. Dazu gibt es auch eine eigene Sage.
Im Laufe der Zeit wuchs sie zu einem mächtigen Baum mitten in der Hauptstraße heran, der den Verkehr nach Zeulenroda teilte.
Auf einer Darstellung am Fenster der Schule erscheint sie bereits als Ortssymbol im Verein mit dem reußschen Löwen und Ähren für die Landwirtschaft.
Bei der 650-Jahrfeier von Langenwolschendorf mußte die Linde, die damals noch als Festsymbol verwendet wurde, leider aus Altersgründen gefällt werden. An ihrer Stelle wurde aber sofort wieder eine neue gepflanzt.

Der Wolf ist in den Farben der Fürsten von Reuß (schwarz-rot-gold) gehalten, welche die Ortsherrschaft ausübten. Das Grün im unteren Feld spielt auf die Landwirtschaft an.