Hessen

Gemeinde Seeheim-Jugenheim

In Rot und Blau ein gestürzter, geschweifter goldener Sparren, oben in Rot ein silberner Stern, vorne in Blau ein silbernes Hufeisen, hinten in Blau ein silbernes Rebmesser.

Nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Seeheim und Jugenheim im Zuge der Gebietsreform zum 01.01.1977 musste sich die Verwaltung der neuen Großgemeinde um ein neues Gemeindewappen bzw. Gemeindesiegel bemühen. Dies geschah im Zusammenwirken mit dem Staatsarchiv in Darmstadt, das als entwerfende und begutachtende Instanz tätig ist, sowie dem Heraldiker Heinz Ritt für die zeichnerische Umsetzung.
In den Verhandlungen wurden alle Wünsche und Vorschläge, darunter auch sehr ansprechende Anregungen interessierter Ortsbürger, in Betracht gezogen. Von der Möglichkeit ein vollkommen neues Wappen zu schaffen, nahm man Abstand. Stattdessen einigte sich die Gemeindevertretung schließlich auf eine Kombination der beiden alten Ortswappen (Seeheim 1596; Jugenheim 1739) und trug somit der sehr alten geschichtlichen Tradition beider Gemeinden Rechnung. Man übernahm aus beiden Wappen das Rebmesser und fügte aus dem Seeheimer Wappen den Stern und aus dem Jugenheimer Wappen das Hufeisen hinzu.
Der Stern deutet auf die Grafen von Erbach hin, die bis 1714 Lehensinhaber beider Ortschaften waren. Das Rebmesser, auch als Hippe bekannt, zeigt auf den Weinbau, damals ein Haupterwerbszweig für beide Orte. Das Hufeisen soll auf das Mühlenwesen hinweisen. Die zahlreichen Müller mussten das Mahlgut sehr oft mit eigenen Pferdegespannen aus der näheren und weiteren Umgebung abholen.

Die Genehmigung des neuen Gemeindewappens erfolgte am 14. November 1978 durch den Hessischen Minister des Inneren.