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Orte nach Behördenaufbau
Beschreibung der Wappen der Stadtteile der Stadt Riedstadt

Stadtteil  Crumstadt

Stadtteil Crumstadt
Eine silberne Raute auf rotem Grund.
Die silberne Raute, die das Crumstädter Wappen ziert, ist eine alte Ortsmarke, ein sogenanntes Gemerke. Solche Symbole sind in Hessen und Rheinland-Pfalz zahlreich anzutreffen. Sie wurden zur Kennzeichnung von Gemeindeeigentum benutzt und sind auf Grenzsteinen, Bauwerken, Gewichten und Geräten zu finden.
Das früheste erhaltene Gerichtssiegel stammt von 1591. Die Umschrift eines späteren Typars, so nennen Fachleute den Siegelstempel, lautet S(IGEL) DES GERICHTS ZU CRUMSTAT. Die rote Grundfarbe des Wappens erinnert an die Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen, die über Jahrhunderte Rechte in der Gemeinde hatten, und an die Landgrafen von Hessen, denen Crumstadt nach dem Aussterben des Hauses Katzenelnbogen 1479 zufiel.

Stadtteil  Erfelden

Stadtteil Erfelden
Silberne Lilie auf blauem Grund begleitet rechts und links von je einem goldenen Stern.
Die Sterne entstammen vermutlich dem Wappen de Grafen von Erbach, die üebr Patronatsrechte an der Kirche verfügten. Die Farben lehnen sich an das Wappen der Herren von Wolfskehlen an, denen der Orts im Mittelalter gehörte.
Probleme bereitet die Deutung der Lilie. Die Lilie ist traditionell das Symbol der Reinheit und Unschuld. Deshalb ist sie ein Attribut der Gottesmutter Maria. Lilien als Wappenbilder deuten daher häufig au en kirchliches Marienpatrozinium hin. Dies läßt sich allerdings in Erfelden nicht nachweisen. Deshalb ist die Forschung auf Spekulationen angewiesen.
Die Erfelder Lilie könnte, so vermutet Professor Friedrich Blattenberg vom Staatsarchiv Darmstadt, aus dem stilisierten Bild einer Kornähre entstanden sein. Möglicherweise wollte der Künstler, der das erste Erfelder Gerichtssiegel schnitt, ein sprechendes Wappen (Erfelden - Ährenfeld) schaffen. Das Erfelder Wappen ist zuerst in einem Siegelabdruck überliefert. Das GERICHT SIGEL ZU ERFELT stammt aus dem Jahr 1599.

Stadtteil  Goddelau

Stadtteil Goddelau
Goldenes Doppelkreuz auf Rot.
Ein Gemerke steht auch im Goddelauer Wappen. Das Patriarchenkreuz, ein Doppelkreuz mit zwei verschieden langen Querbalken, ist eine sehr seltene Figur und meist nur in kirchlichen Wappen zu finden. In Goddelau ist es erstmals in einem Siegelbild von 1563 mit der Umschrift SIGIL DES GERICHTS ZV GODDELAW nachgewiesen. Die Wappenfarben Rot und Gold sind jene der Grafen von Katzenelnbogen, die im 14. Jahrhundert Lehnsherren des Ortes im Ried waren.

Stadtteil  Leeheim

Stadtteil Leeheim
Silberner Dreizack auf rotem Grund.
Einfach zu erklären ist das Wappen von Leeheim. Der silberne Dreizack auf rotem Grund ist erstmals im S(IGEL) DES GERICHTS ZU LEHEM aus dem Jahr 1545 nachgewiesen. Der Dreizack ist kein seltenes Wappenbild. Im Falle Leeheims dürfte es sich um eine alte Ortsmarke (Gemerke) handeln. Zugleich weist er wohl auch auf die Bedeutung des Rheins für das Leben in der unweit vom Fluß gelegenen Gemeinde hin.

Stadtteil  Wolfskehlen

Stadtteil Wolfskehlen
Steigender Löwe und Wolfsangel auf rotem Grund.
Heraldiker bezeichnen den Typus des Wappen von Wolfkehlen als „sprechendes“ Wappen. Ein steigender Wolf und eine Wolfsangel stehen als Symbole für den Namen des Ortes. Das älteste erhaltene Ortssiegel, Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden, zeigt diese Kombination. Spätere Wappen zeigen eine silberne Wolfsangel zwischen zwei goldenen Sternen. Silber und Rot, die Hauptfarben des Wappens, deuten auf die Lanfgrafen von Hessen hin, die seit 1479 Herren des Ortes waren. Die blaue Bewehrung des silbernen Wolfes ist vielleicht eine Anlehnung an den Löwen des Hauses Katzenelnbogen, das im 14. und 15. Jahrhundert Rechte in er Gemeine hatte.