
Geteilt, oben in Silber zwei blaue Balken, belegt mit einem wachsenden, roten, goldgekrönten, doppelschwänzigen Löwen, unten in Blau ein silberner Wellensparren eine goldene Rebe einschließend.
Kanzem gehörte bis zur französischen Revolution in der Herrschaft Wiltingen zum Herzogtum Luxemburg. Dafür steht im oberen Schildteil das geminderte luxemburgische Wappen.
Kanzem = BUB 1030: Camesa. Der Bahname ´asa` aus der indogermanischen Wurzel "as" = schiessen, schnellen, ist ein häufig vorkommendes Grundwort, dessen ursprüngliche Bedeutung "Fluß" ist. In der Vorsilbe ´cam `ist vielleicht das althochdeutsche `ham`= kümmern, biegen, umringen, enthalten. Kanzem liegt an der großen Flussschleife, die die Saar zwischen Wiltingen und Filzen S-förmig bildet.
Canzem heißt demnach, der in der Flussbiegung gelegene Ort.
Die geographische Lage und die Bedeutung des Ortsnamens gibt der untere Schildteil durch den Wellensparren wieder, der die Saar symbolisiert. Die vom Wellensparren umschlossene goldene Traube ist Hinweis auf die Erwerbsstruktur: den Weinbau.