

(LK) = Landkreis
(S) = Stadt
(G) = Gemeinde
(VGd) = Verbandsgem.
(OB) = Ortsbezirk
(Ot) = Orts-/Stadtteil

Geteilt von Silber und Rot, oben ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz, unten mit silbernen Schindeln bestreut, ein silberner Löwe.
Das Wappen wurde als Siegelbild bereits im 15. Jahrhundert verwendet. Es verbindet das schwarze Kreuz von Kurköln mit dem Löwen der Herren von Nürburg. Seit 1831 wird das Siegelbild wappenmäßig verwendet. Die eigentlich falsche Farbgebung des Wappens von Nürburg („In Rot mit goldenen Schindeln bestreut, ein goldener Löwe“) geht auf den Heraldiker Otto Hupp zurück.
Das Adenauer Wappen wird tlw. in unterschiedlicher Ausführung, mal mit durchgehendem Balkenkreuz oder mit facettiertes Balkenkreuz und der Löwe mit silberner oder blauer Zunge dargestellt.
Dazu ist folgendes zu sagen:
1414/1421 siegeln die Adenauer Schöffen (ehrenamtliche Richter) mit einem Siegel, dass im oberen Bereich ein Balkenkreuz enthält, als Zeichen, dass Adenau zum Erzbistum Köln gehört und im unteren Teil den Löwen der Grafen von Nürburg. Die Linie "Nürburg" war 1246 ausgestorben, so dass die Grafschaft Nürburg zu Kurköln kam, mit der Verwaltung in Adenau.
Adenau erhält in der Nachnapoleonzeit 1817 die Stadtrechte. Erst 1831 wird das frühere Siegelbild als Wappen eingeführt. Eine genaue Wappenzeichnung wird jedoch nicht hinterlegt. So bleibt es den späteren Wappen-Nutzern überlassen, nach eigenen Ideen das Balkenkreuz und den Löwen zeichnerisch darzustellen. Beispiele dazu sind unten abgebildet (Adenau Wappen 1 bis 4.
Als 1970 die Ämter Adenau und Antweiler zur Verbandsgemeinde Adenau zusammengelegt wurden, erstellte man ein neues Wappen. Aus dem Amt Antweiler übernahm man die drei gelben Mispeln, die auf die frühere Grafschaft Arenberg hindeutete. Aber auch hier waren Kreuz und Löwe wieder unterschiedlich zu früheren Darstellungen gezeichnet. Siehe Wappen der Verbandsgemeinde.
Adenau, Wappen 1
Adenau, Wappen 2
Adenau, Wappen 3
Adenau, Wappen 4